burn-out Symptome Anfangsphase

Freiwillige, unbezahlte Mehrarbeit, hoher Einsatz für Ziele. Hohe Identifikation mit den Aufgaben. Das Gefühl, keine Zeit zu haben, Vernachlässigung eigener BEDÜRFNISSE, Beschränkung sozialer Kontakte auf das berufliche Umfeld. Idealistische Ansprüche, Perfektionismus. Es fällt schwer, sich zu entspannen. Aus-D. Rathjen: Coaching am Rande von burnout.In.Psychologie in Österreich 1/2006

Zerreissprobe Eigensinn und Zugehörigkeit

Der Mensch wird von seiner Umgebung. In Beziehung sein bedeutet oft Überformung, Umformung und Verzicht auf das Ur-Eigene. Eigentlich bin ich ein ganz anderer aber ich habe so wenig Zeit dafür…weil man immer fremde oder andere Ziele wichtiger nimmt wie die eigenen. Burnout kann auch verstanden werden als fehlgeleitete Eigenständigkeitsentwicklung. Der Mensch bleibt an seine soziale Umgebung (Familie, Organisation ) angepasst, obwohl er sich im Stillen ganz woanders hin entwickelt. Die Spannung wächst bis sie sich in der Krise, im Unfall oder burnout- ZUSAMMEN-bruch auflöst. In einem längeren Prozess, der die gesamte Lebensenergie zum up-date braucht, entpuppt sich ein neuer Mensch, der sich wieder neu einordnen muss, manchmal eher selten in in der alten Umgebung, ‚falschen‘ Umgebung, sondern meist in einer Neuen. Zwischen zwei Leben (z.b. 7 Jahreszyklus) ist immer Wandel, im Lebenswandel. Der Mensch der gleich bleibt, lebt schnell ein falsches Selbst, denn das Leben ist Wandel.

 

Typische Themen im arbeitpsychologischen Coaching

Wie strukturiere ich meinen Arbeitsalltag so, dass ich innerhalb von Informationsflut und Zeitdruck konzentriert bleibe?

Wie und wo setze ich mich selbst unter Druck?

Was sind Warnsignale und wie steuere ich dagegen?

Wie setze ich mir realistische Ziele?

Wann bin ich bei fehlender Rückmeldung von außen mit den eigenen Leistungen zufrieden?

Wie organisiere ich mir fehlende Rückmeldungen?

Welche Rollen fülle ich aus?

Wie kläre ich Aufgabenstellungen und Verantwortungen?

Wie und wo setze ich sinnvolle Grenzen? Wo organisiere ich mir notwendige Unterstützung? Welche Werte leiten mich bei meiner Arbeit?

Auf welche Säulen stütze ich meine work-life balance?

Wie sorge ich dafür, dass der Zugang zu meinen eigenen Kraftquellen erhalten bleibt?

Welche Formen der Erholung brauche ich wie und wann?

Wie erkenne ich eigene Gestaltungsfeiräume, wie nutze ich diese – und was lässt sich nicht verändern?

Wie gehe ich damit um?

Wofür übernehme ich Verantwortung und wofür nicht?

Aus:Dorothee Rathjen:Coaching am Rande von burnout. In: Psychologie in Österreich 1/2006

Lebenskrisen

Lebenskrisen können nicht auf 6-8 Wochen begrenzt werden, wie oft angenommen wird. Meist geht es jedenfalls um ein halbes Jahr oder Jahr.Oft dauern sie mehrere Jahre. Manchmal das ganze verflixte siebte Leben (42-49).Krisen wecken ein Bedürfnis nach einem Verständnis ihrer Ursachen, was oft gleichbedeutend ist mit mehr Verständnis für das Leben an sich für die eigene Tiefenstruktur der Seele und das eigenen geworden sein.

Eine Krise durchläuft 6 Phasen:

1: Die AUSGANGSSITUATION, zu der die Biographie der Betroffenen und die aktuelle Vorgeschichte gehören.

2: Der AUSLÖSER der Krise und der Beginn der Krise

3: Die Phase des CHAOS und der Desorganisation des emotionalen Gleichgewichtes.

4: Die Phase der BEWÄLTIGUNG der Krise

5. Die REORGANISATION des Lebens auf einem anderen Niveau als vor der Krise.

(M. Ritter-Gekeler: lebens-& Sterbekrisen, München 1992, S.48)